GUTENBERG JAZZ COLLECTIVE

Junge, ambitionierte, hochtalentierte Musiker(innen) / Musikstudent(innen) aus Europa und der ganzen Welt bilden für ein Jahr ein 5-köpfiges Jazzensemble. Dieses Ensemble wird regelmäßig von den bekanntesten und erfolgreichsten internationalen Jazzmusikern unterrichtet. Das einjährige Programm dient als „Karriereboost“ und unterstützt die Teilnehmer in der (Weiter-)Entwicklung einer eigenständigen Künstlerstimme.
Die 4 Coachingphasen p.a. dauern ca. eine Woche und bestehen aus verschiedenen Modulen wie Workshops, Einzelstunden, Konzerten und recording sessions.

Das Programm ist gedacht für Musiker, die a) bereits in einem musikalisch-künstlerischen Netzwerk Ihrer Heimatstadt etabliert sind, b) ihre instrumentellen und künstlerischen Fähigkeiten verbessern möchten und c) ihr internationales Netzwerk erweitern möchten.

So ermöglicht das einjährige Programm beides: mit seinem ursprünglichen lokalen Musikerszene in Kontakt zu bleiben und gleichzeitig ein internationales Netzwerk aufzubauen.

Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Gutenberg Jazz Collective ist das erfolgreiche Bestehen einer Audition.


Interview mit Sebastian Sternal

Sebastian Sternal - Sihoo Kim 2020

Welche künstlerische Idee steckt hinter dem Gutenberg Jazz Collective?

Das Gutenberg Jazz Collective ist ein handverlesenes Spitzenensemble aus jungen Jazzerinnen und Jazzern, die über ein Jahr die Möglichkeit bekommen sollen, sich künstlerisch zu vertiefen. Dies geschieht einerseits durch Interaktion und Inspiration des Ensembles untereinander, andererseits durch die Begegnung mit etablierten Jazzgrößen, die das Ensemble coachen und künstlerische Akzente setzen.
Hinzu kommt ein enormer Vernetzungseffekt für alle Teilnehmer*innen – und nebenbei entstehen natürlich Synergie-Effekte, die eine Stärkung der Jazz-Standorte Mainz und Rheinland-Pfalz bewirken.

Was genau passiert während einer der Workshop-Phasen?

Das Collective trifft sich für ca. 1 Woche in Mainz und hat zunächst Gelegenheit, teils unter sich, teils unter meiner Anleitung zu proben. Dabei wird auch die Musik des Guest Artists vorbereitet, der nach einigen Tagen hinzustößt, um 3 Tage lang intensiv mit dem Ensemble zu arbeiten und am Ende der Arbeitsphase ein Konzertprogramm auf die Bühne zu bringen. Der/die Guest Artist und das Collective treffen während der Arbeitsphase natürlich auch in Workshops auf die Studierenden der Jazzabteilung der Hochschule für Musik Mainz, so dass viel Raum für gegenseitige Inspiration entsteht.

Was kann ein Mitglied der Band Gutenberg Jazz Collective vom gesamten Programm erwarten?

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer des Programms hat die Gelegenheit, sich in der Zusammenarbeit mit hochkarätigen Mitmusiker*innen künstlerisch zu vertiefen und in der Begegnung mit etablierten Jazzgrößen wertvolle Impulse aufzunehmen. Die Struktur des Programms erlaubt es, den Kontakt zur jeweils heimischen Szene aufrechtzuerhalten und trotzdem ein internationales Netzwerk zu entwickeln oder zu verstärken – eine ideale Kombination!

Welche Bedeutung hat das Programm für die Stadt Mainz?

Die Jazzszene in Mainz hat eine lange Tradition, gerade in letzter Zeit hat sie sich großartig entwickelt und ist immer sichtbarer geworden. Immer mehr tolle Studierende kommen zu uns, viele entscheiden sich, nach ihrem Studium in Mainz zu bleiben und Teil der Szene zu werden. So ist z.B. das junge Jazzkolletiv Tonkult entstanden. Durch das Gutenberg Jazz Collective (und das ganze Projekt „Jazz Campus Mainz“) soll Mainz noch mehr auf der internationalen Jazz-Landkarte erscheinen.

AKTUELLE PLANUNG

16. - 21. Juni 2022

Kris Davis

Die Pianistin und Komponistin Kris Davis wurde von der New York Times als “beacon for deciding where to hear jazz on a given night bezeichnet.”

Seit 2003 hat Davis an 23 CD-Einspielungen mitgewirkt und arbeitete bereits mit Künstler*innen wie Terri Lyne Carrington, John Zorn, Craig Taborn, Ingrid Laubrock, Tyshawn Sorey, Tom Rainey, Eric Revis, Johnathan Blake, Stephan Crump und Eric McPherson.

Sie studierte Jazz an der University of Toronto und hält einen Master-Abschluss in klassischer Komposition vom City College of New York.

2019 wurde ihre CD “Diatom Ribbons” von der New York Times und dem NPR Music Jazz Critics Poll zum Jazz-Album des Jahres gekürt. Zudem wurde sie vom DownBeat Magazin zur Pianistin des Jahres 2020, dem Rising Star Pianist 2017 und dem Rising Star Artist 2018 ernannt.

Im Jahre 2021 wurde Davis gemeinsam mit Wayne Shorter und Danilo Perez zum Doris Duke Artist ernannt. Auftragskompositionen erhielt sie unter anderem durch die Shifting Foundation, The Jazz Gallery und dem Canada Council for the Arts.

 

 

 

 

 

 

25. - 30. August 2022

Billy Hart & Ben Street

Billy Hart

Schlagzeuger William „Billy“ Hart, Jahrgang 1940, gilt als einer der einflussreichsten Schlagzeuger und Pädagogen der Jazzgeschichte.

In seinen frühen Jahren trat er in Washington, D.C. mit Soulkünstler*innen wie Otis Redding und Sam and Dave auf; später mit Buck Hill und Shirley Horn. Zudem trat er als Sideman von den Montgomery Brothers und Jimmy Smith und Wes Montgomery in Erscheinung.

1968 zog Hart nach New York und nahm dort mit McCoy Tyner, Wayne Shorter und Joe Zawinul auf. Außerdem teilte er die Bühne mit Stars wie Herbie Hancock, Stan Getz, McCoy Tyner, Pharoah Sanders und Miles Davis

Seit den 1990er Jahren unterrichtet Billy Hart am Oberlin Conservatory of Music und dem New England Conervatory of Music. Er hält zudem private Uunterrichtsstunden über The New School und die New York University.

Mit seinem eigenen Quartett, bestehend aus Mark Turner, Ethan Iverson und Ben Street, hat er zwei Alben bei ECM veröffentlicht.

 

 

 

 

 

Ben Street

Ben Street studierte Kontrabass am New England Conservatory in Boston unter Miroslav Vitous und Dave Holland und lebt seit 1991 in New York. Er arbeitet mit namenhaften Musikern wie Danilo Pérez, Kurt Rosenwinkel, Roswell Rudd, Lee Konitz, David Sanchez, James Moody, Mark Turner, Frank Foster, Clark Terry, Junior Cook und Jimmy Scott.

Einige von Streets CD-Einspielungen sind The Next Step, The Enemies of Energy, Heartcore (Kurt Rosenwinkel), Til Then, Live at the Jazz Showcase (Danilo Pérez), Coral, Cultural Survival (David Sanchez), La Bikina (Ed Simon), Morenica (Anthony Coleman), Holiday Songs and Lullabies (Shawn Colvin), At Last (Cyndi Lauper), Guilty (Ethan Iverson, Jorge Rossy, and Chris Cheek), Widening Circles (Barney McAll), Dust (Ben Monder Trio), Space Cowboys Original Motion Picture Soundtrack, Purple Violets (Sam Rivers/Kresten Osgood) und Quartet (Billy Hart).

 

 

 

 

 

 

 

 

12. - 17. November 2022

Becca Stevens

Die GRAMMY-nominierte Sängerin Becca Stevens vereint scheinbar müheloses stimmliches Talent mit außerordentlichen Kompositionen, die sich an Elementen aus Pop, Jazz, Indie-Rock und traditioneller Folkmusik orientieren.

Ihr neuestes Album “Wonderbloom” zeigt Stevens Fähigkeit, anspruchsvolle und tiefgründige Texte mit groovenden und tanzbaren Beats zu verbinden.

Jazz Magazine beschreibt ihre CD als “sophisticated and sensual pop” und The Mail on Sunday als “Glamorous… semi-eletric pop Prince might approve of.” Der Song “Slow Burn” wurde 2020 für einen GRAMMY für Best Arrangement, Instruments und Vocals nominiert.

Neben ihrer Solokarriere arbeitete Stevens bereits mit Künstler*innen wie David Crosby, Jacob Collier, Michael League (Snarky Puppy), Brad Mehldau, Chris Thile, Esperanza Spalding, Attacca Quartet, Laura Mvula, José James, Cory Wong, Vince Mendoza und Timo Andres.

 

 

 

 

 

 

 

29. März - 5. April 2023 (vorläufiges Datum - Bestätigung steht aus)

Ingrid Jensen

Die Kanadierin und Berklee-Alumna Ingrid Jensen gilt als eine der besten und gefragtesten Trompeterinnen ihrer Generation.

Neben ihrer künstlerischen Karriere lehrte Jensen an der University of Michigan und dem Peabody Conservatory und ist momentan Dekanin an der Manhattan School of Music.

Seit ihrem Sieg bei der Carmine Caruso Trumpet Competition im Jahre 1995 war Jensen zweimal Mitglied in der Jury. Sie ist regelmäßiger Gast bei Festivals auf der ganzen Welt und fungierte kürzlich als Artist-in-Residence beim angesehenen Monterey Jazz Festival.

Vor allem mit ihrer Schwester, Saxophonistin und Komponistin Christine Jensen, arbeitet Ingrid oft und gerne zusammen. Das unter Christines Namen erschienene Album “Infinitude” mit Ben Monder an der Gitarre wurde, genau wie Ingrids letztes Album “Invisible Sounds”, von der Fachpresse und dem Publikum gleichermaßen hochgelobt.

 

 

 

 

 

 

 

Corona: Wir halten uns zu jedem Zeitpunkt an die Corona Vorgaben des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz. Sollten die Workshop zum geplanten Zeitpunkt nicht in der angedachten Form möglich sein, melden wir uns zu gegebener Zeit und besprechen mit allen angemeldeten Teilnehmer*innen alternative Möglichkeiten.

 

 

Wie werde ich Mitglied des Gutenberg Jazz Collective (GJC)?

BEDINGUNGEN

  • Wir suchen nach exzellenten Musiker(inne)n / Musikstudent(innen) mit starker Persönlichkeit und Offenheit für Neues.
  • Das GJC besteht aus 5 Musiker(inne)n und wird jedes Jahr neu besetzt.
  • Die Teilnahme an allen Workshops ist für die ausgewählten GJC-Mitglieder kostenlos, aber obligatorisch.
  • Die Unterbringungskosten und Reisekosten werden übernommen.
  • Die Besetzung des GJC ändert sich jedes Jahr. Für 2022 geben wir Bewerbungen für folgende Instrumente den Vorzug: Gesang, Trompete/Posaune, Klavier, Bass, Schlagzeug.*
  • Die Altersgrenze liegt bei 35 Jahren.*

 

(* Wenn Du keines der oben genannten Instrumente spielst oder älter als 35 Jahre alt bist, aber zutiefst davon überzeugt, dass Du trotzdem Teil des GJC sein solltest, bewirb Dich bitte ebenfalls - wir lassen ggf. einige Ausnahmen zu!)

 

BEWERBUNGSPROZESS

ERSTE RUNDE (Upload bis 7. März 2022)

  1. Motivationsschreiben: Erzähl uns, warum Du Mitglied des GJC werden willst (PDF, max. 2 Seiten)
  2. Lebenslauf - Ausbildung und künstlerischer Werdegang: Was ist Dein musikalischer Background und Deine Erfahrung  (PDF)
  3. Stelle uns zwei Aufnahmen zur Verfügung, entweder Audio (mp3) oder Video (Youtube-/Vimeo-Links) - vorzugsweise eigene Kompositionen. Noten (Leadsheets oder Partituren) sollten ebenfalls eingereicht werden (PDF)
  4. Spiel DEINE Interpretation einer von uns zur Verfügung gestellten Komposition oder eines Motivs. Für 2022: https://seafile.rlp.net/f/7109ccbebbf44167bcd8/   und sende uns ein Video dazu (Youtube- oder Vimeo-Link)

WICHTIG:

- Video-Links (Youtube oder Vimeo) bitte in einer PDF bündeln

- Als Upload akzeptieren wir nur PDF und mp3

- Alle Dateien müssen wie folgt benannt werden: Nachname_Name_Titel_Instrument.xyz

- Der Lebenslauf muss Deinen vollständigen Namen, Deine Postadresse, Deine Emailadresse und eine Telefonnummer enthalten. 

- Bitte lade alle PDFs und mp3s hier hoch: https://seafile.rlp.net/u/d/c2d485ff3b544c98b467/

- Frist ist der 7. März 2022.

Nach Ablauf der Frist werden wir die Bewerbungen prüfen und entscheiden, wer für die zweite Runde eingeladen wird. Dies wird am 20. März 2022 bekannt gegeben.

 

ZWEITE RUNDE (Live Audition am 13. & 14. April 2022 )

Die zweite Runde ist als Präsenzveranstaltung in der Hochschule für Musik Mainz geplant. Unterbringungskosten und Reisekosten werden übernommen.

Sollten die geltenden Corona-Regeln eine Präsenzveranstaltung nicht möglich machen, weichen wir auf ein Online-Format aus. Nähere Informationen werden 3-4 Wochen vorab bekannt gegeben.

Wenn Du beide Runden erfolgreich durchlaufen hast, wirst Du Mitglied des Gutenberg Jazz Collective.

 

RÜCKFRAGEN

Bei Fragen zum Bewerbungsprozess wende Dich bitte an:

jazzcampus@uni-mainz.de

Die Mitglieder der Auswahljury für das Gutenberg Jazz Collective 2022 in alphabetischer Reihenfolge:

- Heidi Bayer (Komponistin, Trompeterin)
- Andreas Dittinger (Komponist, Pianist, Geschäftsführer & Artistic Advisor Jazz Campus Mainz)
- Pablo Held (Komponist, Pianist, Sub.-Prof. Jazz-Piano Hochschule für Musik Mainz)
- Sebastian Sternal (Komponist, Pianist, Artistic Director Jazz Campus Mainz)
- Norma Winstone (Sängerin, Texterin, Ehrenmitglied der Royal Academy of Music)
- Lisa Wulff (Komponistin, Bassistin)

 

Guest Artists

Lionel Loueke

Der aus dem Benin stammende Gitarrist zählt zu den derzeit herausragenden Musikern, seine Soloprojekte sind spektakulär und nicht zuletzt sein Engagement in der Band von Herbie Hancock sind Beweis für seine große Musikalität, Kreativität und Inspiration.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ben Wendel

Der Grammy-nominierte Saxophonist, Komponist und Produzent Ben Wendel wurde in Vancouver, Kanada, geboren und wuchs in Los Angeles auf. Derzeit lebt er in Brooklyn, NY.
Zu den Höhepunkten seiner Karriere gehören Tourneen, Auftritte und Aufnahmen mit Künstlern wie Tigran Hamasyan, Antonio Sanchez, Gerald Clayton, Eric Harland, Taylor Eigsti, Linda May Han Oh, Moonchild, Louis Cole, Daedelus, Snoop Dogg und Prince.
Ben ist Gründungsmitglied der Grammy-nominierten Formation Kneebody.
Als Komponist erhielt er einen ASCAP Jazz Composer Award, den Chamber Music America "New Works Grant" 2008, 2011 und 2017 und wurde mit dem Victor Lynch-Staunton Award des Canada Council For The Arts ausgezeichnet. Außerdem war er Co-Komponist der Filmmusik für John Krasinskis Adaption von David Foster Wallaces "Brief Interviews With Hideous Men".
Zudem arbeitete Ben mit dem Dirigenten Kent Nagano bei einer Reihe von Konzerten für das „Festspiel Plus“ in München zusammen. Von 2008 bis 2015 produzierte er eine genreübergreifende Reihe an der Broad Stage in Santa Monica, Kalifornien.
Ben Wendel war Produzent des Grammy-nominierten Albums "Life Forum" des Pianisten Gerald Clayton.

 

 

 

 

 

 

 

Sullivan Fortner

Seit mittlerweile zehn Jahren gehört der kompromisslose Individualist Sullivan zu den Hippstern der Musikszene. Der mit einem GRAMMY ausgezeichnete Künstler erhielt internationales Anerkennung als Pianist und Produzent für seine gemeinsame Arbeit an The Window (Mack Avenue, 2018) an der Seite der mehrfachen GRAMMY-Gewinnerin, Sängerin und Komponistin Cecile McLorin Salvant. Seine als Bandleader veröffentlichten Aufnahmen Moments Preserved (Decca, 2018) und Aria (Impulse!, 2015) wurden von den Kritikern und dem Publikum gefeiert.
Im vergangenen Jahr wurde Fortner in mehreren Kategorien im DownBeat ausgezeichnet. Er arbeitete bereits mit Größen wie Wynton Marsalis, Paul Simon, Diane Reeves, Etienne Charles, John Scofield, Peter Bernstein ....
Ob als Solist oder als Leiter eines Orchesters, Fortner bergreift Harmonie und rhythmische Ideen mit unerschöpflicher Neugier und unbestechlicher Klarheit.
Aufgewachsen in New Orleans, begann Fortner im Alter von 7 Jahren mit dem Klavierspiel. Er erwarb seinen Bachelor of Music am Oberlin Conservatory und seinen Master of Music in Jazz Performance an der Manhattan School of Music (MSM). Er hielt Masterclasses u.a. am New Orleans Center for Creative Arts (NOCCA), der Purdue University, dem Lafayette Summer Music Workshop, der Belmont University und dem Oberlin Conservatory.

 

 

 

 

 

 

 

Norma Winstone

Die Sängerin wurde 1941 in London geboren. Ihre Konzerte mit Roland Kirk in den späten 1960er im Londoner Ronnie Scott's Club Jahren sind legendär.
Sie trat mit Mike Westbrook und Michael Garrick auf, sang in den Ensembles von John Surman, Kenny Wheeler, Mike Gibbs und John Taylor
1971 wurde sie im Melody Maker Jazz Poll zur besten Sängerin gewählt und nahm daraufhin ihr eigenes Album "Edge of Time" auf,
In den späten siebziger Jahren gründete sie zusammen mit dem Pianisten John Taylor und dem Trompeter Kenny Wheeler die Gruppe Azimuth, die von Richard Williams von der Times als "eine der am fantasievollsten konzipierten und am feinsten ausbalancierten aller zeitgenössischen Kammerjazzgruppen" beschrieben wurde.
Azimuth hat mehrere Alben auf dem ECM-Label veröffentlicht (von denen die ersten drei als CD-Box-Set wiederveröffentlicht wurden).
Sie schrieb Songtexte zu Kompositionen von Ralph Towner und den brasilianischen Komponisten Egberto Gismonti und Ivan Lins.
Ihre CD 'Like Song, Like Weather' mit dem Pianisten John Taylor wurde von Don Heckman in der Los Angeles Times als "...ein hervorragendes Beispiel für hochmodernen, phantasievollen, praktisch nicht zu definierenden Gesang" beschrieben.

 

 

 

 

 

 

 

Jeff Ballard & Larry Grenadier

Jeff Ballard

Jeff ist das, was man einen Multi-Genrespieler nennen könnte. Bereits seine frühestens Hörerlebnisse reichen von Musiklegenden wie Count Basie, Ella Fitzgerald und Antonio Carlos Jobim bis hin zu den Beatles, Led Zeppelin und Jimi Hendrix. Der Kontakt mit den  verschiedensten Musikgenres und den dazugehörigen Spielweisen legten das Fundament für seine ihm eigene und so vielfältige Spielweise.
Ballard begann im Alter von 14 Jahren Schlagzeug zu spielen. Er erwarb sich sein Rennomee zunächst in College-Ensembles seiner Heimatstadt Santa Cruz. Von 1988 bis 1990 ging er jährlich acht Monate lang mit Ray Charles auf Tour: drei Jahre jede Nacht mit Ray Charles auf der Bühne – dabei Perfektionierte er sein Spiel.
1990 zog Ballard nach New York. Er begann mit Kurt Rosenwinkel, Brad Mehldau, Mark Turner, Joshua Redman und Ben Allison zusammenzuarbeiten.  Die damalige Generation der Youngsters brach mit der Jazztradition und mischte die Musik mit ihren eigenen Einflüssen:  nahöstlichen Rhythmen Electronica, Hip-Hop … Derzeit arbeitet er mit dem Brad Mehldau Trio, als Co-Leader der Gruppe FLY (mit Mark Turner, Ballard und Larry Grenadier) und mit seinen eigenen Gruppen The Jeff Ballard Trio und Jeff Ballard Fairgrounds.

 

 

 

 

 

 

Larry Grenadier

Er gehört zu den renommiertesten Bassisten des zeitgenössischen Jazz. Seit drei Jahrzehnten ist er weltweit gefragter Solist und Sideman. Sein Ton: sofort erkennbar. Sein Spiel: sensibel, phantasievoll und voll kreativer Neugier.
Er ist seit langem Mitglied in den Bands des Pianisten Brad Mehldau und des Gitarristen Pat Metheny und arbeitete auf zahlreichen Alben renommierter Künstler mit, darunter Paul Motian, Charles Lloyd, Enrico Rava, Danilo Perez, Chris Potter, Joshua Redman und Kurt Rosenwinkel.  Mit seinem eigenen Trio Fly nachm er drei Alben auf und zudem wirkte er auf den fünf Alben seiner Frau, der bekannten Singer-Songwriterin Rebecca Martin mit.
"Ich bin mir der Balance zwischen einer studierten Herangehensweise an die Musik und einem ursprünglicheren, instinktiven Verständnis für die Art und Weise, wie Musik funktioniert, sehr bewusst", erklärt Grenadier.  "Zugang zur Technik zu haben ist nützlich, um sich musikalisch mitteilen und ausdrücken zu können.  Aber in der Musik geht es um Intuition und Emotion.  Mitgefühl, Kraft, Flexibilität und Ausdauer sind alles wichtige Qualitäten beim Musizieren, aber das Wichtigste ist die Fähigkeit, zuzuhören."

 

 

 

 

 

 

 

 

Gutenberg Jazz Collective 2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eva Swiderski (GER) - vocals

Ali Watson (UK) - bass

Ethan Furman (US) - drums

Julius McGill van Rhee (GER) - sax

Svetlana Marinchenko (RUS) - piano